1. Wiener Stadtspaziergang - Durchhäuser im Schottenviertel

Ich hab´ s getan. Ich habe mir ENDLICH die Zeit genommen meine eigene Stadt näher kennen zu lernen. Und gut war´ s! Wien ist eine so tolle Stadt, mit so vielen wunderschönen Ecken und Geschichten - da kann jeder noch etwas lernen und wird dabei auch noch gut unterhalten. 

Der "Verein Wiener Stadtspaziergänge" bietet täglich mehrere Führungen zu unterschiedlichen Themen wie "Verschlungene Pfade durch die Altstadt - ein Spaziergang durch die Wiener Seele" oder "K. u. K. Hoflieferanten - die Besten ihrer Zunft" an. Aber auch Führungen außerhalb den City werden angeboten: z. B. am Zentralfriedhof, über den Naschmarkt oder durch das Döblinger Cottageviertel. 

Die Angebote des Vereins sind sehr vielfältig, da findet sicher jeder etwas passendes!

Informationen welche Spaziergänge angeboten werden, Kosten und sonstige Infos findest du hier:

Ich habe mich für meinen ersten Spaziergang für das Thema "Wiener Durchhäuser im Schottenviertel entschieden". 

Was bitte sind Durchhäuser?

Durchhäuser - so habe ich heute gelernt - sind vom Hauseigentümer freiwillig gestattete Durchgänge durch Häuser. Geheimgänge quasi. Auf der Seite der Stadt Wien gibt es eine Auflistung aller Durchhäuser in Wien, ich habe es hier verlinkt.  

Die Führung startete um 10 Uhr beim Liebenberg Denkmal, das ist auf der Ringstraße gegenüber von der Uni. 

Wir spazierten Richtung Mölkerbastei - dort stehen noch letzte Reste der alten Stadtmauer und ein mit HOLZSCHINDELN gedecktes Haus (na, wer hat das gewusst??) - weiter Richtung Melker Hof und dann durchs erste Durchhaus in den Innenhof des Schottenstifts. Anschließend besichtigten wir einige Palais, die Ferstl-Passage (soooo schön!!), das Regierungsviertel um schließlich durch den Haarhof Am Hof zu gelangen. 

Mein persönliches Highlight war dann die Strecke zwischen Am Hof - Schulhof - Kurrentgasse - Judengasse. Eine sehr ruhige und besonders stimmungsvolle Ecke Wiens!

Zum Abschluss besuchten wir noch das alte Rathaus; die Führung endete pünktlich um 12 Uhr am Hohen Markt bei der Ankeruhr. Warum das wichtig ist? Weil um 12 Uhr zu Mittag alle Figuren der Ankeruhr zu sehen sind. (Vorausgesetzt die Uhr funktioniert - danke Helvetia!)

Was habe ich gelernt?

  • Wien hat ein mit Holzschindeln gedecktes Haus!
  • einige mir bis jetzt unbekannte Gassen und Plätze
  • ich weiß jetzt warum jedes Kloster im Umland von Wien herum eine Dependance in der Innenstadt hat
  • die Börse ist nicht mehr auf der Ringstraße sondern in der Wallnerstraße
  • ich weiß jetzt wo Karl Wlaschek begraben ist

Fazit:

Das war ganz sicher nicht mein letzter Stadtspaziergang!!

Fortsetzung folgt! :-)

Zu den Fotos: es war ein bisserl ein hin und her - einerseits wollte ich mit der Kamera spielen (=üben), andererseits dem fantastischen Wissen des Guides lauschen. Ich werde noch einmal zurückkommen und das eine oder andere Foto nochmal machen. 

Hier einige Eindrücke des Spaziergangs: 

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